Warum eine Elterninitiative?
Eine Eltern-Kind-Initiative bietet unserer Meinung nach im Vergleich zum städtischen Kindergarten entscheidende Vorteile:
- Für die Betreuung unserer Kinder stehen uns 3,5 ErzieherInnenstellen (aufgeteilt auf 4 ErzieherInnen) und ein/eine Anerkennungspraktikant/in zur Verfügung: Wir haben eine/en Leiter/in mit halber Freistellung für administrative Aufgaben, eine/en Erzieher/in in Vollzeitstellung, eine/en Erzieher/in in Halbtagsstellung, eine Ergänzungskraft und einen/e Jahrespraktikanten/in. Aufgrund des besseren Personalschlüssels erheben wir den Anspruch, die Kinder in ihrer Individualität besser betreuen und fördern zu können. Bei uns finden die Kinder - wenn nötig - einen Arm zum Kuscheln und Ausweinen, einzelne Kinder können sich z.B. mit einer ErzieherIn zum Lesen zurückziehen, ohne dass die übrige Kindergruppenarbeit blockiert wird. Bei uns ist Kleingruppenarbeit möglich, verschiedene Kinderinteressen und -wünsche können nebeneinander realisiert werden, unterschiedliche Angebote können zeitgleich unterbreitet werden. Die ErzieherInnen haben Raum, sich sogenannten „Problemkindern“ zu widmen und auf schwierige Gruppensituationen eingehen zu können. Mehr ErzieherInnen bedeutet schließlich auch eine größere Ideenvielfalt bei der täglichen Gestaltung der Kindergruppenarbeit.
- Die Eltern haben bei uns Einflussmöglichkeiten, weil sie Arbeitgeber sind: Sie stellen die ErzieherInnen ein, und sie wählen die Kinder und Eltern aus, die zu uns in die Kindergruppe kommen sollen. Der im Turnus von 4 Wochen stattfindende Elternabend ist ein Forum, bei dem sich die Eltern über die Kindergruppenarbeit, die Gruppensituation und Erziehungsfragen austauschen können. Sie stehen ferner z.B. durch die achtwöchigen Elternabende „mit ErzieherInnen“ in ständigen Kontakt zu den ErzieherInnen, so dass die ErzieherInnen die Eltern über das Geschehen in der Gruppe auf dem Laufenden halten und die Wünsche und Ideen der Eltern mit in die Kindergruppenarbeit einfließen. Zu einem intensiven Austausch mit den ErzieherInnen über die Situation meines Kindes kommt es bei Elterngesprächen, die im halbjährigen Abstand - bei Bedarf aber auch kurzfristig - stattfinden. Kurzum: Die Arbeit in einer Eltern-Kind-Initiative erfordert von den Eltern zwar viel persönliches Engagement, auf der andere Seite haben die Eltern aber auch Anteil an der Erziehung ihres Kinder in der Kindergruppe.
Aktualisiert (Sonntag, den 01. August 2010 um 08:46 Uhr)

