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Das Freispiel
Kindheit wird heute im zunehmenden Maße verplant: Nicht selten sind Kinder seit ihrer Geburt im „Freizeitstress“ (von der Baby-Massage über die Krabbelgruppe bis zur musikalischen Früherziehung) und Ihnen werden vielfache geplante Aktivitäten angeboten.

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Auch wenn diese Aktivitäten im Einzelnen durchaus sinnvoll und eine Bereicherung für das Kind sein können, verlernen die Kinder durch zu viel Plan zunehmend das freie Spielen. Deshalb bietet unsere Kindergruppe den Kindern ausreichend Zeit zum Freispiel. Beim Freispiel können die Kinder ihre Spielform, Spielart, Spieldauer, Spielpartner und Spielmaterialien selbst wählen. Durch das Freispiel lernen die Kinder ihre eigenen Bedürfnisse kennen, sie entfalten Eigeninitiative, sind kreativ und sie lernen selbstständig zu sein. Ihre Neugier wird geweckt und verstärkt, sie erschließen sich eigenständig ihre Umwelt. Durch das Freispiel nimmt das Kind von sich aus soziale Beziehungen zu anderen Kindern oder den ErzieherInnen auf und lernt sich mit anderen auseinanderzusetzen.
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Gemeinsame Planung und Sitzkreis
Die Kinder werden nahezu täglich an der Planung ihres Kindergruppenalltages beteiligt. Derartige Planungsgespräche finden in der Regel im Rahmen des Frühstücks statt. Darüber hinaus finden Sitzkreise aus gegebenen Anlässen statt (Morgenkreis, Geburtstagskreis …). Planungsgespräche und Sitzkreise bietet ein Forum,
- in dem sich alle Kinder und ErzieherInnen treffen;
- in dem Kinder und ErzieherInnen ihre Erlebnisse mitteilen können;
- in dem gemeinsam gesungen wird;
- in dem die an diesem Tag/ in dieser Woche anfallenden Tätigkeiten besprochen und geplant werden;
- in dem die Kinder ihre Ideen einbringen können;
- in dem Aktivitäten und Angebote der ErzieherInnen vorgestellt werden;
- in dem aktuelle Gruppenprobleme aufgegriffen und besprochen werden;
- in dem gemeinsame Entscheidungen getroffen werden.
Der Sitzkreis erfüllt damit mehrere Funktionen:
1.) Er baut demokratische Kompetenz bei den Kindern auf, da jeder seine Meinung äußern darf, man sich gegenseitig zuhört und gemeinsame Entscheidungen getroffen werden.
2.) Er baut Planungskompetenz bei den Kindern auf, da sie aktiv an der Planung des „Krully“-Alltages beteiligt werden.
3.) Durch das Zuhören bei dem Erzählen anderer wird die Konzentrationsfähigkeit der Kinder gefördert.
4.) Er fördert das Gruppenbewusstsein und soziale Kompetenz auf, da im Sitzkreis die Gruppe als soziale Gemeinschaft spürbar wird, in dem jeder auch auf den anderen Rücksicht nehmen muss.
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Aktualisiert (Sonntag, den 01. August 2010 um 14:23 Uhr)
